Die UEFA Europa League heute

Im Gegensatz zum ursprünglichen UEFA-Pokal veränderte sich das Reglement mit der Umbenennung und Weiterentwicklung anderer Wettbewerbe immer mehr in Richtung des modernen Fußballs. Mit der Einführung der Fair-Play-Wertung 1995 kam nach der Ablösung des Europapokals der Pokalsieger ab 2000 eine weitere Änderung hinzu. Nun hatten zusätzlich die europäischen Wettbewerbssieger die Möglichkeit, sich auch für den UEFA-Pokal zu qualifizieren.

2004 wurde dann statt der bis dahin üblichen K.-o.-Runden die Gruppenphase eingeführt.

Der europäische Fußballwettbewerb im neuen Gewand

Die Änderung des Titels in UEFA Europa League ereignete sich im Anschluss an die Saison 2008/2009. Hintergrund war unter anderem, die Attraktivität des Pokalturniers zu steigern, um potenzielle Auftraggeber im Sponsoring- und Werbebereich anzusprechen, da dies sich bereits bei der Champions League bewährt hatte.

Nicht nur der Name änderte sich, sondern auch umfassende Regelungen, zum Beispiel zur Qualifikation. Nachfolgend die wichtigsten Neuerungen kurz zusammengefasst:

  • statt des UI-Cups (Intertoto Cup) während des Vorbereitungszeitraums gibt es nur noch die erweiterte Qualifikationsphase
  • die Vorrunde, nun Play-off-Runde genannt, folgt darauf und beendet den Qualifikationsprozess
  • in der Hauptrunde spielen 48 Mannschaften in insgesamt zwölf Gruppen gegeneinander
  • zur Ermittlung der Tabellenplatzierungen fließen diverse Punktwertungen mit ein, dies sind unter anderen die Vergleiche von Tordifferenzen, Auswärtstoren oder die Fünfjahreswertung

Da das Reglement sich stetig weiter entwickelt, sind sicherlich auch im Hinblick auf moderne Medien weitere Anpassungen zu erwarten.

Aber nicht nur Regeln und Titel haben sich verändert, sondern auch die finanziellen Aspekte für die Vereine. Nicht umsonst hat sich die UEFA Europa League im Hinblick auf die durchaus lukrativen Erlöse durch Sponsoring- und Werbeeinnahmen an der UEFA Champions League orientiert. Die Prämien sind seit 2009 immens angestiegen. Waren es in jenem Jahr noch 135 Millionen Euro, ist der Betrag bis 2017 auf 400 Millionen Euro gewachsen. Die Teilnehmerprämien setzen sich aus sogenannten Start- und Leistungsgeldern zusammen, die teils noch mit der Qualifikation in anderen Wettbewerben, wie beispielsweise dem Supercup, zu einer weiteren Einnahmequelle führen können.